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Inhalt
Gerade im Jugendalter ist abweichendes, auffälliges Verhalten häufig nicht in einer psychischen Erkrankung begründet, sondern ist manchmal eine „normale“ Entwicklungskrise oder ein Warnzeichen einer Überforderung. Beides kann für die professionelle Beziehungsgestaltung eine große Herausforderung sein. Vielleicht, da auch gleichzeitig die Balance zwischen beruflicher und persönlicher Verantwortlichkeit gefunden werden möchte. Für die Entwicklung von Jugendlichen stellt der förderliche Umgang mit resilienten und gestärkten signifikanten Erwachsenen ein wichtiger Teil des Erwachsenwerdens dar.
In diesem praxisorientierten Seminar erhalten Sie einen Überblick über die häufigsten psychischen Erkrankungen und deren Störungsbilder im Jugendalter wie auch über die Abgrenzung zu Entwicklungsaufgaben in diesem Altersbereich, die zu Entwicklungskrisen führen können. Anhand mitgebrachter Fallbeispiele wird auf das frühzeitige Erkennen und Einordnen von Entwicklungskrisen und psychischen Erkrankungen, auf die möglichen Auslöser und deren Zusammenhänge eingegangen. Strategien für den Umgang mit diesen psychisch belasteten und/oder erkrankten Jugendlichen zu sammeln und zu erproben, sind ein weiteres Ziel dieses Seminars, wodurch eine gesunde und gleichzeitig professionelle Haltung und die Bewusstheit über die eigenen Ressourcen entstehen und gefestigt werden kann.
Ziele:
- Sie erhalten einen Überblick über die häufigsten psychischen Erkrankungen im Jugendalter sowie der möglichen Abgrenzung von Erkrankung, Krise und Belastungsphase
- Sie erfahren mögliche Hintergründe und Auswirkungen von psychischen Belastungen und Erkrankungen bei Jugendlichen, um Symptome zuzuordnen und auch zu unterscheiden
- Ihre Kommunikations- und Interaktionskompetenz wird durch das Erproben hilfreicher Strategien und Ressourcen gestärkt
- Sie erhalten Informationen zu Möglichkeiten der erweiterten professionellen Unterstützung
- Die eigene Rolle, förderliche Haltungen, Handlungsmöglichkeiten und auch Grenzen werden reflektiert, um diese bewusst gestalten zu können. Fragen und Erfahrungen einzubringen sind nicht nur möglich, sondern erwünscht, da sie das Seminarerleben bereichern.
Methoden:
theoretischer Input sowie interaktive praktische Übungen anhand von Fallbeispielen und Selbstreflexion
Zielgruppe