Wohin führen uns Krisen?

Abstraktes Muster

Krisen kommen regelmäßig, oft unangekündigt, manchmal im Tarnkleid – neu scheint eine höhere Taktung, die Überlagerung, die existenzielle Dimension und Unumkehrbarkeit mancher Phänomene. Diese Kombination schabt an unserer Fähigkeit zur Zuversicht und nährt die Sehnsucht nach der heilen Welt. Zu erkennen am großen Zulauf zu esoterischen Heilsversprecher*innen und auf den Demos von Rechtspopulist*innen.

Je lauter die Lauten sind, um so schwerer haben es die Leisen
Nicht nur das globale Klima scheint erhitzt, sondern auch die Debatten-Kultur. Es wird laut, deutlich und hart. Alles Leise, Differenzierende, nachdenklich Abwägende hat es in einer krisenhaften Situation besonders schwer, wahr- und ernstgenommen zu werden. Das ist schade wie folgenschwer.

In einer Krise wird viel gekürzt und verdichtet
Wir können politische Systeme dabei beobachten, wie sie nach rechts rücken und verhärten. Auch in kleineren Einheiten wie einer Unternehmenskultur besteht die Gefahr, dass Gewachsenes, Erfolgreiches, Sinn- und Wertvolles über Bord geworfen wird. Ebenso schade wie folgenschwer.

Was könnte Unternehmen davor schützen, in autoritäre Entscheidungsmuster und verkürzte Kommunikation zu verfallen?
Ich verkürze auch mal mit einem Augenzwinkern: Weiterbildung hat noch nie geschadet. In unseren Weiterbildungen für Führungskräfte geht es um SchlichtungskompetenzLern- und FeedbackkulturLaterales FührenMethoden zur Team- und Organisationsentwicklung, Proaktives Handeln in anspruchsvollen Führungsaufgaben und Selbstfürsorge.

Führen will gelernt und geübt sein und sichert auch, dass Mitarbeitende bleiben. Auch die Leisen, die mit dem feinen Gespür dafür, wie sich Macht legitimiert. Heute fordern gerade junge Mitarbeiter*innen klare, echte Kommunikation und Wertschätzung und verlassen das System, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. 

Ich freue mich, wenn du Kontakt mit mir aufnimmst, z.B. auch wenn du hier nicht findest, was du suchst. 

Beste Grüße
Lisbeth Koller