Vom Nutzen und Luxus der Zweckfreiheit

Zwei junge Hunde

Tier- und Menschenkinder lernen durch Spielen. Sie lernen so ihre Umgebung kennen, ihre grenzenlosen Möglichkeiten sowie mögliche Grenzen. Bei den meisten Tieren hört das im Laufe des Lebens auf, irgendwann sind alle nötigen Fähigkeiten erlernt, die Aufgabe der Überlebenssicherung nimmt eine große Rolle ein, Revierverteidigung und Verantwortlichkeiten für die nachkommende Generation braucht auch Ressourcen.Erwachsene Füchse oder Löwen spielen nicht mehr. Sie können sich den Luxus der zweckfreien Kreativität nicht mehr leisten. Nach Ansicht vieler Verhaltensbiolog:innen ist dies einer der gravierenden Unterschiede zwischen Menschen und Tieren. 

Nicht ohne Grund

Nun bin ich überzeugt, dass in der Natur nichts ohne Grund so ist, wie es ist. Deshalb glaube ich, dass sich der Mensch den vermeintlichen Luxus der Spielfreude leistet, weil es dem Hirn als zentraler Schalteinheit guttut. Sie unterstützt die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, sich lebenslang zu verändern, zu lernen und sich zu entwickeln. Es ist ein wertvoller Teil des menschlichen Lebens, der über das reine Überleben hinausgeht. 

Auf die Plätze, fertig, los

Wie befreiend kann es sein, etwas Sinnloses zu machen! Zweckfrei, zu nichts Nütze, nicht dienlich oder auf Verwertbarkeit gerichtet. Herrlich! In diesem Sinne: Lasst uns Unsinns-Kompetenz erwerben, den Luftikus in uns ermutigen, den innewohnenden Gaukler kultivieren, unsere Überraschungsbereitschaft pflegen, die Ernsthaftigkeit zumindest für eine kurze Zeit abschütteln.

Wenn Sie zwischen Ihren zweckfreien Spielen mal Neues erfahren und von Expert*innen lernen wollen, empfehle ich Ihnen natürlich unser Seminarangebot. Was auch immer Sie tun, Ihre Synapsen werden am Ende jubilieren!

Ihre
Lisbeth Koller