Jeder ist ersetzbar. Niemand ist ersetzbar.

Gelbe Schlauchboote mit Menschen drin beim Raften

Beide dieser widersprüchlichen Aussagen stimmen. Die Dimensionen sind für uns beispielsweise erlebbar, wenn Menschen ein Unternehmen, eine Gruppe oder eine Nachbarschaft verlassen.

Jeder ist ersetzbar | Menschen werden in Unternehmen oder Organisationen als Mitarbeitende für eine formale Funktion ausgesucht und eingestellt. Diese muss selbstverständlich irgendwann von jemand anderem eingenommen werden können, sei die Funktion auch noch so bedeutend und einzigartig.

Niemand ist ersetzbar | Dieses Wunder des Menschseins bekommt oft zuwenig Würdigung: unsere buchstäbliche Einzigartigkeit. Niemand kann genau die gleiche Kombination aus Persönlichkeit, Perspektive und Erinnerungen haben. Wenn jemand geht, ist seine Art und Essenz nicht reproduzierbar. Das gehört mehr gefeiert, denn wenn jemand nicht mehr da ist, ist es zu spät.

So ist Menschsein | Menschen bringen in ihre Funktion natürlich ihre Persönlichkeit mit und bereichern damit ihre Umgebung. Zugegeben, das wird nicht immer von allen als Bereicherung empfunden. Aber wie sehr Humor, Innovationsfreude, Impulsivität, Gemeinschaftssinn, Temperament und Härtegrad, persönliche Interessen, Erfahrungen und Begabungen auch die Performance beeinflusst, wird oft unterschätzt.

In der Gestaltung von Übergangsprozessen wird jedenfalls für Beteiligte immer sehr spürbar, ob sie ganzheitlich wahrgenommen werden. Ich werbe hier dafür, der Mehrdimensionalität in Beziehungen einen größeren Raum zu geben.

Beste Grüße!
Lisbeth Koller