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Inhalt
Emotionen wahrzunehmen, zu verstehen und angemessen auszudrücken, ist eine wichtige Voraussetzung dafür, das eigene Verhalten zu steuern und schwierige Situationen zu bewältigen. Besonders bei psychischen Erkrankungen und zusätzlichen Belastungen können Wahrnehmung, Kommunikation, Stressverarbeitung und Emotionsregulation auf unterschiedliche Weise beeinflusst sein.
Gefühle werden möglicherweise sehr intensiv erlebt, Überforderung spät erkannt oder eigene Bedürfnisse und Emotionen können nur schwer benannt und mitgeteilt werden. Auch das Erkennen der Emotion des Gegenübers kann beeinträchtigt sein. Nach außen zeigen sich dann beispielsweise Rückzug, Erstarren, starke Anpassung, impulsive Reaktionen oder Aggression. Entscheidend ist, diese Reaktionen nicht vorschnell zu bewerten, sondern zu verstehen: Was löst Stress aus? Was fühlt und benötigt die Person? Und welche Möglichkeiten zur Regulation stehen ihr zur Verfügung?
Sie erfahren in diesem Seminar:
Sie erhalten einen praxisnahen Einblick in die psychologischen und entwicklungsbezogenen Grundlagen von Emotionen, Emotionsregulation, Impulskontrolle und Stressverarbeitung. Das Training emotionaler Kompetenzen (TEK) dient dabei als Orientierung: Wahrnehmen, Erkennen und Benennen von Emotionen, Akzeptanz und Toleranz, Selbstunterstützung, Analyse und gezielte Regulation werden praxisnah vermittelt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Stress und Hochanspannung. Unterschiedliche Stressreaktionen wie Kampf oder Erstarren werden betrachtet und individuelle Warnzeichen für zunehmende Anspannung herausgearbeitet. Anhand konkreter Fallbeispiele/ Videosequenzen erarbeiten die Teilnehmer einen Ressourcenkoffer für die Praxis. Dabei werden Wahrnehmung, Kommunikation, körperliche und psychische Belastungen sowie Umweltbedingungen berücksichtigt.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der professionellen Begleitung: Unterstützung bedeutet nicht, Regulation für einen Menschen zu übernehmen, sondern Bedingungen zu schaffen, unter denen eigene Kompetenzen entwickelt und gefestigt werden können. Auch Selbstfürsorge, professionelle Distanz und Psychohygiene werden reflektiert.
Ziel ist es, emotionale und impulsive Reaktionen differenzierter zu verstehen und konkrete, personenzentrierte Möglichkeiten für eine wirkungsvolle Unterstützung im Alltag zu entwickeln.
Dieses Seminar ist auch Teil des Lehrgangs Arbeit. Psyche. Kompetenz.
Zielgruppe