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Immer wieder entstehen Situationen von körperlicher und emotionaler Hochspannung, die dann mit destruktiven oder zwischenmenschlich-konflikthaften Verhaltensweisen einhergehen, wenn andere Handlungsoptionen zum aktuellen Zeitpunkt (noch) nicht vorhanden oder verfügbar sind. Dies stellt in Ausbildungskontexten eine besondere Herausforderung dar, da von Lehrlingsausbilder*innen Krisenkompetenz erwartet wird, um sowohl präventiv handeln als auch gegebenenfalls im Ernstfall angemessen intervenieren zu können.
In diesem Seminar wird erarbeitet, wie solche herausfordernden Situationen frühzeitig wahrgenommen werden können, welche Möglichkeiten und passenden Zeitpunkte der Intervention sich eröffnen. Es wird exemplarisch geübt, wie unterschiedliche kurz- und langfristige Strategien zur Impulskontrolle und Emotionsregulation es ermöglichen, Hochspannung zu reduzieren und hilfreiche Bewältigungsstrategien langfristig anzuwenden.
Ziel ist es, dass Lehrlingsausbilder*innen Handlungsoptionen erkennen und Strategien aufgebaut werden, um Lehrlinge bei der Reduzierung körperlicher und psychischer Anspannung und zu unterstützen und um die eigenen Ressourcen leichter aktivieren zu können. Dadurch werden die eigene Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeit gestärkt und gleichzeitig auch jene der Lehrlinge, um den Alltag wie auch Krisensituationen gemeinsam besser zu bewältigen.
Ziele
Sie schulen Ihre Wahrnehmung von möglichen Konflikt- und herausfordernden Situationen und Interventionszeitpunkten. Sie bauen die eigene Handlungskompetenz auf, indem Sie Strategien der Impulskontrolle und Emotionsregulierung (sogenannter Skills) zur Reduktion von Hochspannung kennenlernen und ausprobieren. Sie setzen sich mit wirksamen langfristigen Bewältigungsstrategien zur Selbstregulation auseinander. Die eigenen Ressourcen, Handlungsmöglichkeiten wie auch Grenzen als Lehrlingsausbilder*in werden reflektiert und es besteht die Möglichkeit Ihre Fragen und Erfahrungen einzubringen.
Methoden
psycho-edukative Elemente sowie Erklärungen in Kombination mit Übungssequenzen von Strategien/Interventionen, Selbsterfahrung und Erarbeitung eines
Handlungsrepertoires, Arbeiten an Fallbeispielen und Fragestellungen der Teilnehmer*innen.
Zielgruppe
Dieses Angebot wird im Rahmen der Ausbildungsoffensive der Arbeiterkammer Oberösterreich umgesetzt und ist daher kostenfrei.